Zinkmangel: Ursachen

Zinkmangel: Ursachen Was sind die Ursachen für einen Zinkmangel?

Rund ein Drittel der Männer und knapp ein Viertel der Frauen in Deutschland decken ihren Zink-Tagesbedarf nicht. Häufige Folge: ein Zinkmangel. Ursache dafür ist in der Regel entweder ein erhöhter Bedarf oder eine unzureichende Aufnahme des Spurenelements über die Nahrung. Doch wann ist der Zinkbedarf überhaupt erhöht? Und wer läuft Gefahr, nicht genügend Zink aufzunehmen? Erfahren Sie hier alles über die häufigsten Ursachen für Zinkmangel.

Zu geringe Zinkaufnahme

Zink ist in geringen Mengen in fast allen Lebensmitteln enthalten. Besonders reich an Zink sind unter anderem Austern, Leber und Hülsenfrüchte. Obst und Gemüse zählen hingegen nicht zu den besten Zink-Quellen. Wenn Menschen unter einem Zinkmangel leiden, muss das allerdings nicht unbedingt an einer zinkarmen Ernährung liegen. Denn oft spielt die Verfügbarkeit von Zink in Lebensmitteln eine Rolle.

Was viele nicht wissen: Aus pflanzlichen Nahrungsmitteln wird Zink deutlich schlechter aufgenommen als aus tierischen. Auch wenn Hülsenfrüchte, Getreide & Co. zum Teil sogar recht beachtliche Zinkmengen enthalten – es kommt nur ein Bruchteil davon wirklich im Körper an. Speziell bei Veganern und Vegetariern, die ganz oder weitestgehend auf tierische Lebensmittel verzichten, kann es deshalb schneller zu einem Zinkmangel kommen. Außerdem zählen beispielsweise auch Senioren zu den Risikogruppen für Zinkmangel. Denn ihr Körper kann Zink aus der Nahrung nicht mehr so gut aufnehmen, da die Funktion der Verdauungsdrüsen und Magenzellen im Alter nachlässt.

Zusätzlich zu individuellen Risikofaktoren, können auch bestimmte Substanzen die Aufnahme von Zink im Körper hemmen. Dazu zählen beispielsweise Alkohol und Nikotin sowie die Gerbstoffe in schwarzem und grünem Tee. Wer zu den Risikogruppen für Zinkmangel gehört, sollte solche Zinkräuber möglichst meiden.

Erhöhter Zinkbedarf

Auch ein erhöhter Zink-Tagesbedarf ist eine wichtige mögliche Ursache für einen Mangel an dem Spurenelement. So verlieren einige Risikogruppen vermehrt Zink und müssen daher größere Mengen zuführen. Hierzu zählen unter anderem

  • Menschen, die viel Sport treiben – denn beim Schwitzen wird vermehrt Zink ausgeschieden. Deshalb sollten Sportler besonders auf eine ausreichende Zinkzufuhr achten.
  • Menschen mit Diabetes: Sie scheiden vermehrt Zink über den Urin aus (sog. Hyperzinkurie) und sollten ihren Zinkspiegel daher im Blick haben.

Doch nicht immer sind erhöhte Zink-Verluste das Problem. Denn in manchen Situationen steigt auch der Bedarf an dem lebenswichtigen Spurenelement:

  • Schwangerschaft & Stillzeit: In der Schwangerschaft ist der Zink-Tagesbedarf um fast 50 Prozent erhöht (zehn Milligramm statt sieben Milligramm), da das Kind über die Plazenta der Mutter mit Nährstoffen versorgt wird. Ähnliches gilt für die Stillzeit. Der Zinkbedarf liegt dann bei elf Milligramm pro Tag.
  • Stressphasen: Auch wer gestresst ist, hat oftmals einen erhöhten Zinkbedarf, da der Körper unter Stress mehr von dem Spurenelement verbraucht als in Ruhe. Dadurch kann ebenfalls ein Zinkmangel begünstigt werden.

Zinkmangel durch Medikamente und Erkrankungen

Einige Medikamente können die Zinkversorgung ebenfalls beeinträchtigen. Die meisten hemmen die Aufnahme von Zink im Körper, in einigen Fällen wird auch vermehrt Zink ausgeschieden – zum Beispiel bei der Einnahme von Medikamenten zur Entwässerung (Diuretika). Achten Sie daher besonders auf Ihre Zinkzufuhr, wenn Sie beispielsweise folgende Medikamente einnehmen:

  • Mittel gegen Sodbrennen (Antazida)
  • Bestimmte Blutdrucksenker (ACE-Hemmer)
  • Medikamente zur Entwässerung (Diuretika)
  • Osteoporose-Medikamente
  • Hochdosierte Eisenpräparate
  • Kortison
  • Antibiotika
  • Antibabypille

Ähnliches gilt bei bestimmten Erkrankungen. Während beispielsweise Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes dazu führen können, dass im Darm weniger Zink aufgenommen wird, scheiden Menschen mit Diabetes vermehrt Zink mit dem Urin aus. Unter anderem können folgende Erkrankungen einen Zinkmangel begünstigen:

  • Lebererkrankungen (z.B. Hepatitis, Zirrhose)
  • Erkrankungen der Haut (z.B. Neurodermitis, Psoriasis)
  • Angeborene Zink-Verwertungsstörungen (z.B. Acrodermatitis enteropathica)
  • Erkrankungen des Verdauungstraktes (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Zöliakie)
  • Allergien
  • Diabetes mellitus
  • Immunschwäche
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