Zink in der Schwangerschaft

Zink in der Schwangerschaft In der Schwangerschaft ist der Zinkbedarf erhöht

„Greif ruhig zu, Du musst doch für zwei essen!“ Dieser gut gemeinte Ratschlag für Schwangere ist längst überholt: Denn erst ab dem vierten Monat steigt der Energiebedarf bei Schwangeren um 250 Kilokalorien – das entspricht gerade mal einem Käsebrot. Ganz anders sieht es mit dem Nährstoffbedarf aus. Beispiel Zink: In der Schwangerschaft ist der Bedarf um fast 50 Prozent erhöht.

Zink: Schwangerschaft lässt den Bedarf steigen

Den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zufolge erhöht sich der Zink-Tagesbedarf ab dem vierten Schwangerschaftsmonat auf zehn Milligramm. Der Grund: Das ungeborene Kind wird über die Plazenta mit Nährstoffen versorgt. Dadurch werden dem Körper der werdenden Mutter wichtige Nährstoffe, wie beispielsweise Zink, entzogen. Folglich zählen Schwangere zu den Risikogruppen für Zinkmangel. Da Zink zu den essenziellen Spurenelementen zählt, sollten Sie gerade in der Schwangerschaft auf eine ausreichende Versorgung achten.

Wichtig: Viele Frauen nehmen in der Schwangerschaft Eisenpräparate ein. Da Eisen die Zinkaufnahme im Körper hemmt, kann ein Zinkmangel so zusätzlich begünstigt werden. Achten Sie daher auf eine zinkreiche Ernährung und nehmen Sie mögliche Anzeichen für einen Zinkmangel ernst.

Zink in der Schwangerschaft: Tipps für die Aufnahme

Um in der Schwangerschaft ausreichend mit Zink und anderen wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein, ist die Ernährung besonders wichtig. Achten Sie daher auf eine ausgewogene, möglichst nährstoffreiche Kost.

Um einem Zinkmangel vorzubeugen, können beispielsweise folgende Tipps hilfreich sein:

  • Gebratenes Fleisch: Zink steckt vor allem in tierischen Produkten. Besonders gut kann der Körper Zink aus Fleisch verwerten. Verzehrempfehlung: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät Schwangeren, drei- bis viermal pro Woche eine Portion mageres Fleisch oder magere Wurst zu verzehren. Besonders reich an Zink ist Rindfleisch. Achtung: Auf rohes Fleisch sollten Sie in der Schwangerschaft unbedingt verzichten! Denn es kann Toxoplasmose-Erreger enthalten. Diese können zu schweren Schäden bei Ungeborenen oder zu Fehlgeburten führen. Leber ist in der Schwangerschaft ebenfalls tabu – auch wenn sie viel Zink enthält. Denn darin steckt reichlich Vitamin A, das in großen Mengen das ungeborene Kind schädigen kann.
  • Fetter Seefisch: Auch in ihm steckt reichlich Zink. Zusätzlich liefert er wichtige Omega-3-Fettsäuren, Jod und Vitamin D – lauter Stoffe, die wichtig für das ungeborene Kind sind und einen normalen Schwangerschaftsverlauf unterstützen können. Verzehrempfehlung: mindestens einmal wöchentlich. Wichtig: Auch Fisch sollte in der Schwangerschaft nicht roh verzehrt werden.
  • Milchprodukte:Sie verbessern aufgrund der enthaltenen Aminosäuren die Zinkaufnahme. Zusätzlich liefern sie Kalzium, das wichtig für den Knochenaufbau des Babys ist. Verzehrempfehlung: täglich beispielsweise eine Scheibe Käse, ein Glas Milch und ein Becher Joghurt decken den Bedarf. Achtung: Auf Rohmilchprodukte sollten Sie verzichten, da diese keimbelastet sein können!
Wichtig: Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört natürlich ebenfalls, täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Und auch Vollkornprodukte sollten täglich auf Ihrem Speiseplan stehen.
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