Zinkmangel: wichtige Risikogruppen

Vegetarier und Veganer
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Vegetarier und Veganer

Wer auf Fleisch verzichtet, hat ein erhöhtes Risiko, einen Zinkmangel zu entwickeln. Der Grund: Das Zink aus Lebensmitteln tierischer Herkunft kann der Körper viel besser verwerten als das aus pflanzlicher Kost. Denn in pflanzlichen Nahrungsmitteln stecken häufig Substanzen, die die Aufnahme von Zink hemmen – zum Beispiel sogenannte Phytate. Um dennoch eine gute Zinkversorgung zu gewährleisten, sollten Sie sich sehr gut mit Ihrer Ernährung auskennen. Erfahren Sie mehr zu Zink in der Nahrung.

Gut zu wissen: Gerbstoffe in schwarzem und grünem Tee sowie das Koffein im Kaffee können die Zinkaufnahme zusätzlich hemmen. Auch Alkohol und Nikotin sind „Zinkräuber“.

Menschen ab 65 Jahren
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Menschen ab 65 Jahren

Im Alter lässt die Funktion der Verdauungsdrüsen und der Magenzellen nach. Dadurch wird weniger Magensäure produziert und der Körper kann Mineralstoffe und Spurenelemente aus der Nahrung schlechter aufnehmen. Zusätzlich haben amerikanische Forscher herausgefunden, dass der sogenannte Zinktransporter im Dünndarm bei Älteren nicht mehr so gut funktioniert. Somit gelangt nur wenig Zink aus der Nahrung ins Blut. Daher sollten Sie ab 65 Jahren besonders auf eine ausreichende Zinkzufuhr achten.

Gut zu wissen: Aufgrund der verringerten Zink-Aufnahme im Alter kann es sein, dass eine zinkreiche Ernährung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken. Spezielle Zink-Präparate aus der Apotheke können dann helfen.

Schwangere und Stillende
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Schwangere und Stillende

„Jetzt musst Du für zwei essen.“ Dieser alte Ratschlag ist zwar längst überholt, was die tatsächliche Essens- und Kalorienmenge betrifft. Doch im Gegensatz zum Energiebedarf steigt der Bedarf an einigen Nährstoffen während der Schwangerschaft tatsächlich an. Das gilt auch für den Zinkbedarf. Dieser erhöht sich in der Schwangerschaft um rund 50 Prozent von sieben auf zehn Milligramm. Bei Frauen, die stillen, ist der Bedarf sogar noch etwas höher: Er liegt bei elf Milligramm Zink pro Tag.

Wichtig: Wenn Sie ein Eisenpräparat einnehmen, sollten Sie Ihren Zinkbedarf besonders im Blick haben. Denn Eisen hemmt die Aufnahme von Zink.

Erfahren Sie mehr zu Zink in der Schwangerschaft.

Menschen mit viel Stress
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Menschen mit viel Stress

Bei Stress bereitet sich der Körper auf Angriff oder Flucht vor. Das heißt unter anderem: Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, der Blutdruck steigt, die Muskeln werden angespannt. Kurzfristig ist diese Reaktion sinnvoll. Stehen wir jedoch ständig unter Strom, kann es etwa zu einem dauerhaft erhöhten Blutdruck kommen. Zusätzlich erhöht eine chronische Überbelastung den sogenannten oxidativen Stress im Körper. Das bedeutet: Mehr freie Radikale werden im Körper freigesetzt. Diese aggressiven Verbindungen sind an der Entstehung vieler Krankheiten beteiligt, wie zum Beispiel Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz. Bei Stress steigt deshalb der Bedarf an sogenannten Antioxidantien, zu denen auch Zink zählt. Der Körper verbraucht dann mehr von diesen Stoffen. So kann es unter anderem zu einem Zinkmangel kommen. Achten Sie deshalb darauf, dass Stress nicht zum Dauerzustand wird und schaffen Sie sich Ruhe-Inseln im Alltag.

Wichtig: Gerade in stressigen Zeiten sollten Sie verstärkt auf eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung achten – und lieber häufiger zinkhaltige Lebensmittel verzehren statt Ihrer Lust auf Süßes und Fettiges nachzugeben.

Sportler
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Sportler

Sport ist gesund, keine Frage. Doch Menschen, die viel Sport treiben, sollten ihre Nährstoffversorgung sehr gut im Blick haben. Denn durch starkes und häufiges Schwitzen können große Mengen an Mineralstoffen und Spurenelementen verloren gehen. Daher kann es vor allem bei Leistungssportlern leichter zu einem Zinkmangel kommen. Wenn Sie viel Sport treiben, sollten Sie sich also sehr gut mit dem Thema Ernährung auskennen und wissen, wie viel Zink in der Nahrung steckt.

Menschen mit Diabetes
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Menschen mit Diabetes

Bei Diabetes wird Zink verstärkt mit dem Urin ausgeschieden (sog. Hyperzinkurie). Aus diesem Grund entwickeln Menschen mit Diabetes leichter einen Zinkmangel. Daher sollten sie auf eine ausreichende Zinkzufuhr achten. Das gilt ganz besonders für Menschen mit Typ-2-Diabetes, bei denen der Körper – anders als bei Menschen mit Typ-1-Diabetes – noch Insulin produziert. Denn Zink spielt eine zentrale Rolle bei der Insulinspeicherung und unterstützt dessen Wirkung im Körper. Somit kann das Spurenelement die Blutzuckerregulation beeinflussen. Sind Typ-2-Diabetiker also gut mit Zink versorgt, kann das im Körper noch vorhandene Rest-Insulin besser gespeichert werden und besser wirken.

Wichtig: Eine erhöhte Zinkzufuhr kann Diabetes nicht heilen und eine Behandlung keinesfalls ersetzen!

Auch bei anderen Erkrankungen, wie etwa bei Hauterkrankungen (z. B. Akne, Neurodermitis) oder Allergien (z. B. Heuschnupfen), scheint sich eine gute Zinkversorgung positiv auszuwirken.

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