Zink für die Haare

Zink für die Haare Hinter Haarausfall kann vieles stecken – auch ein Zinkmangel

Wenn beim täglichen Kämmen plötzlich mehr Haare als üblich in der Bürste landen, fürchten viele Menschen Haarausfall. Wer bis zu 100 Haare pro Tag verliert, muss sich aber noch keine Sorgen machen. Denn dass Haare ausfallen, ist ganz normal: Jedes Haar hat nur eine begrenzte Lebensdauer. Gehen allerdings über längere Zeit mehr Haare verloren, oder bilden sich gar kahle Stellen am Kopf, sprechen auch Ärzte von Haarausfall. Dann ist es wichtig, die Ursache für den Haarverlust zu finden. Mitunter kann ein Zinkmangel der Auslöser des Problems sein.

Haarausfall: Formen und Ursachen

Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Es gibt verschiedene Formen, denen ebenso unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können. Unter anderem unterscheiden Ärzte diese Arten von Haarausfall:

Erblicher Haarausfall (androgenetische Alopezie)

Hier reagieren die Haarwurzeln der Betroffenen überempfindlich auf das Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT). Das führt dazu, dass sich die Wachstumsphase der Haare verkürzt und die Haare schneller ausfallen. Bei betroffenen Männern gehen die Haare zunächst an den Schläfen zurück. Frauen mit dieser Störung verlieren vor allem Haare entlang des Scheitels.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Bei dieser Form des Haarausfalls entstehen runde, kahle Stellen am Kopf oder im Bart. Ärzte gehen davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt – das Immunsystem greift also körpereigene Strukturen (in diesem Fall die Haarwurzeln) an. Infolge wachsen die Haare nicht mehr richtig und fallen aus.

Haarausfall bei Frauen nach der Geburt

Vor allem im zweiten Schwangerschaftsdrittel wirken die Haare vieler Frauen voller und glänzender als sonst. Das liegt daran, dass aufgrund der hormonellen Umstellungen weniger Haare verloren gehen als üblich. Nach der Geburt fallen diese „alten“ Haare dann oft vermehrt aus. In der Regel normalisiert sich das Haarwachstum spätestens sechs Monate nach der Geburt.

Diffuser Haarausfall

Bei dieser Form des Haarausfalls wird das Haar gleichmäßig lichter. Die möglichen Ursachen sind vielfältig und reichen von einer ungünstigen Haarpflege über Infektionskrankheiten und Arzneimittelnebenwirkungen bis hin zu Nährstoffmangel wie z. B. Zinkmangel.

Gut zu wissen: Vor allem bei Menschen mit kreisrundem und diffusem Haarausfall besteht häufig auch ein Zinkmangel – unabhängig davon, welche anderen Ursachen zugrunde liegen.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie ungewöhnlich viele Haare verlieren, gehen Sie am besten zu einem Hautarzt (Dermatologe).

Zink & Haare

Wofür brauchen die Haare Zink?

Zink
…ist an der Bildung von Keratin beteiligt.
Keratin ist eine stabile Eiweißfaser, aus der die Haare zum größten Teil bestehen
…fördert das gesunde Wachstum, auch der Haare.
Fehlt das Spurenelement, können schädliche Einflüsse wie Stress oder Arzneimittelnebenwirkungen eher zu diffusem Haarausfall führen.
…ist an der Bildung von Kollagen beteiligt.
Das spezielle Eiweiß sorgt dafür, dass die Haare fest in der Haut verankert sind.
…ist gut für die Haut, auch speziell für die Kopfhaut.
Eine gesunde Kopfhaut ist wichtig für das Haarwachstum.
…ist am Stoffwechsel der Aminosäure Cystin beteiligt.
Diese ist ein wichtiger Baustein für die Haare und für ihre Strukturfestigkeit mitverantwortlich.
…ist wichtig für unser Immunsystem.
Es beruhigt auch Überreaktionen unserer körpereigenen Abwehr und schützt vor Entzündungen, auch an der Haarwurzel.

Zink gegen Haarausfall?

Bei bestimmten Formen von Haarausfall kann auch ein Zinkmangel eine Rolle spielen. Insbesondere bei diffusem Haarausfall und beim kreisrunden Haarausfall ist das offenbar der Fall.

Speziell beim kreisrunden Haarausfall ist ein Zusammenhang zwischen Zinkmangel und Haarausfall mehrfach bestätigt worden. Dabei zeigte sich auch: Je ausgeprägter der Zinkmangel ist, umso zahlreicher und großflächiger sind die kahlen Stellen. Bei Patienten mit einem besonders ausgeprägten Zinkmangel schlugen zudem oftmals die üblichen Behandlungsmethoden nicht an. Einige Forscher halten den Zinkmangel sogar für die Ursache einer solchen Therapieresistenz.

Aufgrund der verschiedenen Forschungsergebnisse gehen Experten davon aus, dass bei kreisrundem Haarausfall mit Therapieresistenz eine Behandlung mit Zink-Tabletten gegen Haarausfall helfen kann.

Die besten Tipps für starke Haare

  • Nahrung für die Haare

    Nahrung für die Haare

    Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Haare gesund und schön zu erhalten. Denn nur wenn wir uns gesund und ausgewogen ernähren, erhalten die Haarwurzeln alle Nährstoffe, die sie benötigen. Unter anderem braucht unser Haar Eiweiß, B-Vitamine, Biotin und Zink, um gesund zu bleiben. Achten Sie deshalb auf eine ausgewogene Ernährung. Viel von den wertvollen Nährstoffen steckt beispielsweise in Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten, Vollkorn und Hülsenfrüchten. Aber auch Obst und Gemüse gehören auf einen gesunden Speiseplan.

    Erfahren Sie hier, in welchen Lebensmitteln viel Zink steckt.

  • Zink & Haare

    Zink & Haare

    Zink ist besonders wichtig für kräftige Haare, da es unter anderem an der Bildung von Keratin und Kollagen beteiligt ist. Keratin ist eine stabile Eiweißfaser, die der wichtigste Bestandteil unserer Haare ist. Kollagen ist ein spezielles Eiweiß, das dafür sorgt, dass die Haare fest in der Haut verankert sind. Zusätzlich ist Zink wichtig für ein gesundes Haarwachstum. Daher kann sich ein Zinkmangel unter anderem auch in Form eines verstärkten Haarausfalls zeigen. Erste Warnsignale können zum Beispiel spröde, brüchige Haare sein. Achten Sie dann auf eine ausreichende Zinkzufuhr über die Ernährung. Reicht das nicht aus, können zusätzlich spezielle Zink-Präparate aus der Apotheke helfen, die Versorgung zu verbessern.

  • Zinkorot® 25

    Zinkorot® 25 – die extra große Portion Zink

    Zinkorot® 25 gleicht Zinkmangel effektiv aus und verfügt über wichtige Eigenschaften, um im Körper besonders „gut anzukommen“:

    • Hohe Dosierung: In jeder Tablette stecken 25 Milligramm Zink. In der Regel reicht daher eine Tablette Zinkorot® 25 täglich aus.
    • Spezielle Zink-Kombination: Die Zinkverbindung mit Orotsäure sorgt dafür, dass der Körper das enthaltene Zink leicht aufnehmen kann und es exakt dort ankommt, wo es gebraucht wird.
    Gut zu wissen: Zinkorot® 25 unterstützt das Immunsystem bei Zinkmangel.

    Zinkorot® 25 erhalten Sie rezeptfrei in Ihrer Apotheke.

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  • Schonend waschen

    Schonend waschen

    Manchmal kann auch eine fehlerhafte Pflege Haarausfall begünstigen. Nutzen Sie am besten ein mildes Shampoo, das auf Haar und Kopfhaut abgestimmt ist. Im Zweifel sollten Sie einen Hautarzt um Rat fragen. Verwenden Sie beim Waschen nicht zu viel Shampoo – je nach Haarlänge genügt in der Regel eine Menge in der Größe eines Cent- oder Euro-Stücks. Lassen Sie das Shampoo kurz einwirken und spülen Sie es dann sehr gründlich aus. In der Regel ist dann auch tägliches Haarewaschen unnötig.

    Wichtig: Zu heißes Waschen trocknet Haare und Kopfhaut aus. Infolge kann das Haar spröde und glanzlos werden. Waschen Sie daher Ihre Haare am besten nur mit lauwarmem Wasser.
  • Vorsichtig kämmen

    Vorsichtig kämmen

    Um die Haare zu schonen, verwenden Sie zum Entwirren Ihrer Haare am besten eine Bürste mit abgerundeten Borsten oder einen Kamm mit weit auseinander stehenden Zinken. Lange Haare schrittweise kämmen: an den Spitzen beginnen und langsam bis zum Ansatz vorarbeiten. So reißen Sie sich beim Bürsten weniger Haare aus.

    Gut zu wissen: Wer sehr häufig Dauerwellen machen lässt oder die Haare oft bleicht und glättet, strapaziert die Haare. So können sie brüchiger werden. Haarausfall entsteht dabei in der Regel zwar nicht, die Haare können aber ausgedünnt wirken, wenn sie abbrechen.
  • Sanft trocknen

    Sanft trocknen

    Rubbeln Sie Ihre Haare nach dem Waschen nicht trocken, sondern drücken Sie sie nur behutsam mit dem Handtuch aus. Danach können Sie die Haare ins Handtuch einwickeln und so einige Minuten antrocknen lassen. Den Föhn nicht zu dicht ans Haar halten und die Haare nur lauwarm föhnen. Denn zu große Hitze trocknet das Haar aus und macht es brüchig.

  • Kur für die Haare

    Kur für die Haare

    Ab und zu sollten Sie Ihren Haaren eine Spülung oder eine Kur gönnen. So lassen sie sich besser kämmen. Eine Kur können Sie auch selbst herstellen, zum Beispiel mit Avocado: Schneiden Sie dazu eine reife Frucht auf, holen Sie das Fruchtfleisch mit dem Löffel heraus und zerdrücken Sie es in einer Schüssel zu Brei. Geben Sie nun jeweils einen Teelöffel Öl (z.B. Kokos-, Mandel- oder Olivenöl) und etwas Zitronensaft hinzu und vermischen Sie alles gut. Geben Sie die Haarkur vor allem in die Haarlängen. Dann mit einem Handtuch umwickeln und 30 Minuten einwirken lassen. Schließlich die Haare gründlich mit warmem Wasser ausspülen. Das Fruchtfleisch und das Öl versorgen die Haare mit Feuchtigkeit und wertvollen Fettsäuren, der Zitronensaft soll für Glanz sorgen.

    Gut zu wissen: Haarkuren können etwa einmal wöchentlich angewendet werden, Spülungen können Sie je nach Bedarf auch nach jedem Waschen verwenden.
  • Stress reduzieren

    Stress reduzieren

    Wenn wir ständig unter Strom stehen, kann das ebenfalls zu Haarausfall führen. Was genau der Grund dafür ist, ist noch nicht ausreichend erforscht. Mediziner vermuten aber, dass bei Dauerstress freigesetzte Stresshormone Entzündungen an den Haarwurzeln auslösen können. Dadurch wird die Wachstumsphase des Haares vorzeitig beendet und das Haar fällt früher aus. Zusätzlich kommt es bei Dauerstress eher zu einem Zinkmangel, der Haarausfall ebenfalls begünstigen kann. Achten Sie daher auf bewusste Auszeiten im Alltag. Dabei können auch Entspannungsmethoden wie Yoga und Tai Chi oder autogenes Training und die progressive Muskelentspannung nach Jacobson helfen. Ebenfalls hilfreich: eine zinkreiche und ausgewogene Ernährung – denn sie beugt Mangelerscheinungen vor.

    Gut zu wissen: Auch ausreichender Schlaf ist wichtig, um Stress zu reduzieren. Achten Sie daher darauf, nachts etwa sieben bis acht Stunden zu schlafen.
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